Folgt Microsoft einem digitalen Trend mit seiner neuen Konsole?

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Im Bereich der Spielekonsolen konnten sich über die Jahre hinweg zwei große Namen durchsetzen und die größten Marktanteile erobern. Namentlich handelt es sich dabei um die Xbox von Microsoft und die Playstation von Sony. Beide Unternehmen haben jeweils neue Versionen ihrer Spielekonsole veröffentlicht, welche mit immer neueren Innovationen ausgestattet sind. Microsoft hat sich allerdings eine neue Idee einfallen lassen, um Kunden zu gewinnen: die rein digitale Konsole. Worum geht es dabei?

(Bild: Pixabay)

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Die Xbox One ist seit 2013 Microsofts Flaggschiff der Spielekonsolen. Der direkte Konkurrent zur Playstation 4 wurde dabei schon verbessert und erschien 2017 unter dem Namen Xbox One X. Dennoch handelt es sich bei dieser Variante auch um eine Konsole der achten Generation. Ein echter Nachfolger ist dabei noch nicht angekündigt worden, allerdings häufen sich die Gerüchte über die sogenannte XBox Scarlett. Diese neue Generation der Videospielkonsolen soll mit der Playstation 5 konkurrieren können und soll laut GamePro im Jahr 2020 auf den Markt kommen. Allerdings möchte Microsoft nicht so lange auf eine Erneuerung warten. Das Unternehmen entwickelt derzeit eine Konsole, die keine physischen Discs mehr benötigt, sondern rein über digitale Downloads läuft. Wer bereits über Spielediscs verfügt, soll in der Lage sein, diese gegen digitale Downloads eintauschen zu können. Das Ziel von Microsoft ist es, die Kosten drastisch senken zu wollen. Im Vergleich zur aktuellen Xbox One könnte die digitale Konsole dabei um knappe 100 Euro günstiger werden.

Doch Microsoft versucht nicht nur eine Lücke zu füllen, bis die neue Scarlett-Generation auf dem Markt erscheint. Das Unternehmen hat einen wichtigen Trend erkannt, welcher immer mehr in die Richtung der digitaleren Welt geht. Das Phänomen lässt sich auch anhand anderer Beispiele beobachten. So erhalten Spieleplattformen wie Steam immer mehr Nutzer. Waren es im Juli 2017 noch 13,15 Millionen Menschen, stieg diese Zahl bis Januar 2018 auf 18,5 Millionen an. Das Beispiel der Digitalisierung von Spielen kann man auch anhand von traditionellen Casinospielen erkennen. Diese wurden längst online von Anbietern wie CasinoEuro verfügbar gemacht, wodurch ein in Besuch der Spielhallen nicht mehr unbedingt notwendig ist. Es findet aber nicht nur eine Digitalisierung der vorhandenen Spielen statt, denn auch in der mobilen Welt findet man immer mehr App-Games und Browserspiele.

(Bild: Pixabay)

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Die Beliebtheit der digitalen Welt beschränkt sich dabei nicht nur auf die Spieleindustrie. Man kann das Phänomen ebenfalls in anderen Entertainmentbranchen erkennen. So haben Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon den Markt von Filmen und Serien komplett umgewandelt. Besonders Netflix ist dabei zum Inbegriff der modernen Unterhaltungsindustrie geworden. Dies liegt sicherlich auch sehr stark an der Vielzahl der Eigenproduktionen des Unternehmens. So hatte Netflix laut Computerbild bis Ende 2018 bis zu 1000 Eigenproduktionen geplant. Die Unternehmensstrategie scheint sich auszuzahlen, denn der Streaming-Riese konnte bis zur Jahresmitte 2018 mehr als 130 Millionen Nutzer zählen.

Generell ist der Erfolg der digitalen Angebote aber nicht nur den Unternehmensplänen zuzuschreiben. Es ist die Einfachheit an sich, welche diese so beliebt macht. Man spart sich lästige Wege, muss nicht mehr auf Lieferungen von DVDs warten, sondern benötigt nur eine Internetverbindung. Per Klick kann man direkt an alle gewünschten Angebote und Dienstleistungen gelangen. Und genau darauf setzt Microsoft mit seiner neuen Konsole.