Seit „Project Tango“ bemüht sich Google, Augmented Reality in den Smartphone-Alltag zu integrieren. Auf dem Mobile World Congress (MWC) wird die neue Plattform ARCore offiziell starten.

Der offizielle Start wird jedoch durchkreuzt von den ersten Smartphones, die ARCore bereits jetzt implementieren. Version 1.0 der Augmented-Reality-Plattform könnt ihr auf folgenden 13 Smartphones ausprobieren:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel 2
  • Google Pixel XL 2
  • Samsung Galaxy S8
  • Samsung Galaxy S8+
  • Samsung Galaxy Note8
  • Samsung Galaxy S7
  • Samsung Galaxy S7 Edge
  • LG V30
  • LG V30+ (dieses nur mit Android O)
  • Asus Zenfone AR
  • OnePlus 5

ARCore bleibt jedoch bis auf weiteres eine recht experimentelle Entwicklungsplattform, auf der ihr selbst Augmented-Reality-Apps programmieren könnt. Digitale, auf dem Bildschirm erzeugte Objekte sollen sich möglichst realistisch in die mit der Smartphone-Kamera erfasste echte Umgebung einfügen – so als ob sie tatsächlich in unserer Realität platziert würden. Gegenüber früheren Versuchen in diesem Bereich, sollen die Objekte nun an Ort und Stelle „verharren“, im Raum also nicht willkürlich verschoben werden. Dies erreicht ARCore mit maschinellem Sehen und Simultaneous Localization and Mapping (SLAM), über das sich Entwickler nicht mehr den Kopf zerbrechen müssen.

Wie das in der Praxis aussieht, sehr ihr im folgenden Video:

Dass ARCore recht plötzlich live geht, hat auch mit der harten Konkurrenz zu tun. Obwohl man dank Project Tango seit 2013 an der passenden AR-Technologie rumdoktort, konnte sich Apple mit ARKit einen kleinen Vorsprung erkämpfen – die entsprechende Schnittstelle ist seit iOS 11 (September 2017) fest im Betriebssystem verankert. Die Philosophie, AR fest in die Software zu integrieren und nicht – wie von Google geplant – spezielle Hardware vorauszusetzen. Trotz der Beerdigung des Project Tango im vergangenen Jahr floss einiges an Wissen in die neue Plattform. So kann ARCore horizontale und vertikale Flächen erkennen und rastern, während Apple lediglich die Horizontale betrachtet. In einem Video hat das Ontario Britton einmal genauer dargestellt:

 

Das ARCore-SDK könnt ihr hier ab sofort herunterladen. Die passenden Apps sollen in den nächsten Wochen folgen – darunter Applikationen von Porsche, Versandhändler OttoSnapchat, dem Auktionshaus Sotheby’s und Ghostbusters.

(Quelle: Google Blog)