Smartphoneverkäufe im 4. Quartal 2017: Markt stagniert, überraschende Gewinner

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Gartner hat die Verkäufe des letzten Quartals 2017 analysiert. In den Monaten Oktober bis Dezember gingen Smartphoneverkäufe zwar zurück, aber einige Hersteller gewannen überraschend Marktanteile.

Zunächst die nackten Zahlen: 408 Millionen Geräte wurden in den genannten drei Monaten verkauft – ein Rückgang von 5,6 % bzw. 24 Millionen verkauften Geräten gegenüber dem Vorjahr.

Einen großen Teil vom Kuchen bekam der südkoreanische Samsung-Konzern ab: 74 Millionen Smart-Devices setzte es ab, mit nur einer Million weniger verkaufter Geräte lauert dahinter der iPhone-Hersteller Apple. Weit abgeschlagen mit 44 Millionen Geräten (und leichtem Absatzplus) steht auf Platz drei Huawei, ohne deren Honor-Sparte. Auf Platz vier folgt mit 28 Millionen verkauften Smartphones bereits Xiaomi – das chinesische Unternehmen verkaufte 12,5 Millionen Smartphones mehr als Vorjahreszeitraum. Oppo auf Platz 5 (25,6 Millionen Smartphones) komplettiert das Spitzenfeld, die anderen Hersteller teilen sich die Gesamtverkäufe von 163 Millionen untereinander auf.

Hersteller

4Q17

Einheiten

4Q17 Marktanteil (%)

4Q16

Einheiten

4Q16 Marktanteil (%)

Samsung

74,026.6 (-)

18.2 (+)

76,782.6

17.8

Apple

73,175.2 (-)

17.9 (+)

77,038.9

17.8

Huawei

43,887.0 (+)

10.8 (+)

40,803.7

9.4

Xiaomi

28,187.8 (+)

6.9 (+)

15,751.3

3.6

OPPO

25,660.1 (-)

6.3 (+)

26,704.7

6.2

Others

162,908.8 (-)

39.9 (-)

195,059.1

45.1

Total

407,845.4

100.0

432,140.3

100.0

Source: Gartner (February 2018)

Erstmals seit der Einführung eines kommerziell erfolgreichen Smartphones (nämlich des Apple iPhone anno 2007) sank die Zahl der weltweit verkauften Smart-Devices in einem Endquartal. Alarmierend sind die Zahlen noch nicht, jedoch zeigen sich neben Sättigungseffekten auch Ermüdungserscheinungen. Viele Smartphones sind so alltäglich wie ihe Vorgängermodelle und können Kunden nicht mehr so leicht von sich überzeugen. Wir dürfen daher gespannt sein, ob nach dem langweiligen Jahr 2017 in den kommenden Monaten wieder mehr Risiko bei Design und Funktionalität gewagt wird.

(Quelle: gartner.com / Aufmacher: pexels.com)