Kodi: Version 17.0 der Mediacenter-App veröffentlicht

Kodi ist unter Medienkonsumenten keine Unbekannte. Die App und das dazugehörige OS haben sich auf allerlei Plattformen wie dem Raspberry Pi und eben Android bewehrt. Version 17.0, die vor zwei Tagen online ging, hat einen ganzen Sack Neuerungen im Gepäck.

Und waren es in den vergangenen Builda öfter Modifikationen „unter der Haube“, so überzeigt Kodi 17.0 mit zwei neuen Oberflächen auf: Estuary und Estouchy. Zweitere ist für Touchdisplays optimiert und geht damit auf den Wunsch vieler Nutzer ein, Button-basierte Mediengeräte und Smart-Devices getrennt voneinander anzusprechen. Leidtragender ist Confluence, der Standard-Skin, der Nutzer in den vergangenen Versionen durch die Medienvielfalt navigierte. Dieser lässt sich zwar nach wie vor anwählen, ist nun aber standardmäßig deaktiviert.

Ferner optimierten die Programmierer den Video-Player, der mit variablen Durchsatzraten so seine Probleme hatte. Nun können Streams in ihrer Auflösung dank DASH-Protokoll dynamisch gesteuert werden – praktisch, wenn der örtliche Provider mal wieder Probleme hat, ihr aber auf Filme nicht verzichten möchtet. Ausgenommen hiervon ist YouTube, das später eine entsprechende Aktualisierung erfahren soll.

Akustikfans, die eine der zahlreichen Android-TV-Boxen wie Nvidia Shield besitzen, dürfen zudem frohlocken: Die Weiterleitung von Audiosignalen über HDMI ist nun vollends implementiert und unterstützt neben TrueHD- auch DTS-HD-Signale, was – den passenden AV-Receiver vorausgesetzt – anspruchsvolle Klangformate wie Dolby AtmosDTS:X und Auro-3D nutzbar macht.

Kleine Änderungen im Live-TV, der Aufnahme, Musikbibliothek, Datenschutzrichtlinien und der App-Einbindung aus unbekannter Quelle runden das Gesamtpaket ab. Wollt ihr alle alle Neuerungen nochmals auf einem Blick haben, lohnt sich der Klick auf die offizielle Website.

 KODI 17.0 könnt ihr für Windows-PC bei den Kollegen von heise.de herunterladen. Für Android findet ihr die kostenlose App wie gewohnt im Google Play Store.