Wir nähern uns dem Ende! Nicht nur kalendarisch, sondern ebenfalls in unserem Jahresrückblick. Nach dem ersten Teil (Januar bis März) und (April bis Juni) folgen nun mit Juli bis September drei Monate, die spannender nicht hätten sein können. Im Fokus: Samsung.

Juli: UN prangert Internetzensur an, Pokémon GO rollt den Smartphone-Markt auf

Die Vereinten Nationen haben Internetzensur als Verletzung der Menschenrechte bezeichnet. In einem entsprechenden Report listet der UN-Menschenrechtsrat Länder auf, die missfallen. Russland, die Türkei oder Brasilien wurden gerügt, ferner Saudi-Arabien, China und Südafrika wie auch das aufstrebende Indien.

Der Report war, gelinde gesagt, ein Randthema, obwohl doch so wichtig. Die Schlagzeilen beherrschte Pokémon GO, das Niantic (Ingress) in Kooperation mit Nintendo und Pokémon Company auf Android ausrollten und zum Phänomen eines Sommers wurde. Millionen Spieler gleichzeitig, einen der höchsten App-Umsätze überhaupt, selbst etablierte und spieleferne Medien berichteten darüber. Pokémon GO demonstriert, wie weit Spiele in die Mitte der Gesellschaft einrücken. Selbst, als der Deutschland-Start sich nochmals verzögerte.

Der Hype eines Sommers in einem Bild ausgedrückt. (Bild: Nintendo/Niantic/Pokémon Company)
Der Hype eines Sommers in einem Bild ausgedrückt. (Bild: Nintendo/Niantic/Pokémon Company)

Und Nokia wurde mit einem neuen Gerät gesichtetNokia P1 heißt dieses und verbirgt hinter dem wohlig klingenden Namen doch nur ein Sharp-Telefon. Hach…

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August: 13-Milliarden-Strafe für Apple, Anti-Terror-Paket

Steuer-Nachzahlungen drohen Apple, da sie gegen EU-Recht verstoßen haben sollen. Satte 13 Milliarden Euro sollen dem irischen Fiskus überwiesen werden, da sich der Konzern über illegale Absprachen Vorteile verschaffte. So sieht es die EU-Kommission. Apple und Irland halten dagegen, alles sei rechtens gewesen und fechten die Strafzahlungen an.

Es wird finster für Apple. Bis zu 13 Milliarden Euro soll der Konzern nachzahlen.
Es wird finster für Apple. Bis zu 13 Milliarden Euro soll der Konzern nachzahlen.

Der Bundestag beschloss in Kooperation mit dem Bundesrat ein neues Anti-Terror-Paket, das sich auch auf Prepaid-SIM-Karten auswirkt. Ab 1. Juli 2017 gilt, dass selbst für kostenlose Karten der Personalausweis vorgelegt werden müssen und die Daten vom Händler dokumentiert werden.

Und Samsung stellte sein Hightech-Modell Galaxy Note 7 vor. Was der Angriff auf die Spitze werden sollten, geriet zum Debakel sondergleichen…

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September: Das Note 7-Debakel

Note 7. Ein Wort, eine Zahl und beide zusammen bringen Samsung zum Schwitzen. Dass hochgezüchtete Smartphone sollte der ganz große Wurf sein. Die Realität sah anders aus: Erst entflammten einige der Devices, dann wurde das Problem angeblich identifiziert und behoben, ehe weitere Geräte der neuen Charge wieder in Flammen aufgingen.

Debakel, oh Debakel! Das Note 7 wurde vom Hoffnungsträger zum Albtraum. (Foto: Reddit)
Debakel, oh Debakel! Das Note 7 wurde vom Hoffnungsträger zum Albtraum. (Foto: Reddit)

Mal rollte Samsung ein Zwangsupdate aus, mal kommunizierte das Unternehmen überhaupt nicht mehr und vernichtete binnen weniger Tage Milliarden US-Dollar an Börsenkapital. Galaxy Note 7 wurde zum Gespött der Techbranche, das die Krankheit der Konzerne zeigte, unbedingt noch einend raufsetzen zu müssen. Alle anderen Neuigkeiten waren da Randnotizen. Mehr nicht.

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(Aufmacher via Pexels.com)