Spotify-Malware: Statement von Avast

Spotify hat, insbesondere auf dem PC, derzeit mit großen Malware-Problemen zu kämpfen.

Der Grund: Obwohl die Anwendung selbst geprüft und selber nicht von Malware betroffen ist, kann solche durch Werbung eingeschleust werden. Das scheint beim beliebten Musikstreaming-Angebot der Fall zu sein. Malvertising nennt sich das dann und es scheint nunmehr zu einem großen Problem zu werden, je erfolgreicher Streamingplattformen werden.

Jan Zika vom Sicherheitsunternehmen Avast hat deshalb ein Statement abgegeben, das auf die künftigen Gefahren „einstimmen“ soll:

Malvertising (Malware/Advertising) kann sich auf jeder Plattform oder Webseite einschleichen, wo Werbung von Werbenetzwerken eingespielt wird. Werbenetzwerke stellen für Kunden und Unternehmen Werbeflächen mit vorab abgesprochener Reichweite zur Verfügung. Werber können ihre Anzeigen ändern, noch während diese gezeigt werden, vor allem dann, wenn die Anzeigen auf den eigenen Servern gehostet werden. Wenn das verantwortliche Werbenetzwerk nicht aufpasst, können Werber ihre Anzeigen auch in Malvertising – also schädliche Werbung – umwandeln. Meistens wird Malvertising auf illegalen Seiten genutzt, wie Torrent- oder Streamingseiten für Filme. Aber es kommt heute auch immer häufiger vor, dass Malware-infizierte Werbung auf gängigen Plattformen auftritt – in diesem Fall bei Spotify.

Ein Problem: Die Malware wird genutzt, um sensible Daten – beispielsweise Konto- und Zugangsdaten – abzufischen. Avast hierzu:

Phishingversuche werden häufig durch Malvertising unterstützt und kann Nutzer austricksen und so an sensible Informationen, wie Login-Daten oder Kreditkarteninformationen gelangen. Es gibt auch neue bösartige Formen von Malvertising, bei denen Nutzer nicht mal mehr eine Aktion ausführen müssen. Anwender sollten unbedingt eine Antivirus-Software installieren, die Malvertising erkennt, bevor ein Schaden entstanden ist. Generell sollte man immer vorsichtig sein, wenn man persönliche Informationen in Online-Formulare eingibt.“

Inwieweit die Android-Version davon betroffen ist, ist noch unklar. Spotify wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

(Quelle: Pressemitteilung von Avast, Aufmacher: pexels.com)