ShareTheMeal: Mit einer App den Welthunger besiegen

Apps sind aus der heutigen Welt kaum wegzudenken – mit ihnen shoppen wir, orientieren uns in fremden Städten oder kommunizieren. Mit ShareTheMeal können wir nun etwas wirklich Wichtiges bewegen – und dem Hunger den Kampf ansagen.

Hinter ShareTheMeal steht das Welternährungsprogramm der UNO, das mit der App ein neue Öffentlichkeit schaffen möchte. Die kleine Anwendung wird in einer Art Testbetrieb gestartet und gewährt derzeit nur Unterstützung für Lesotho, das kleine Königreich inmitten in Südafrika. Mit etwas mehr als 1.200 US-Dollar pro Jahr gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Dass diese Armut auch die Jüngsten betrifft, ist einleuchtend. Und so könnt ihr euch in ShareTheMeal erst einmal über die Hungersituation weltweit und in Lesotho im Speziellen informieren.

Möchtet ihr dann helfen, so bietet euch die App an, ein Kind mit nur 40 Cents bereits die Mahlzeiten für einen ganzen Tag zu spendieren oder mit größeren Geldbetrag auch eine Woche, einen Monat oder gar ein ganzes Jahr zu ernähren.

Was die Kinder Lesothos für diese 40 Cents bekommen, schreibt die UNO auf ihrer Website:

Das UN World Food Programme (WFP) kann im globalen Durchschnitt mit nur 40 Cent einem Kind für einen ganzen Tag mit Essen helfen. In Notsituationen bedeutet das etwa, dass Kinder Spezialnahrung bekommen, wie zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Kekse, die sie sofort verzehren können. Viele Familien in Not, denen WFP hilft, bekommen Monatsrationen mit Reis oder Mehl, Nudeln oder Hülsenfrüchten, Hirse, Zucker und Speiseöl, um ihren täglichen Kalorienbedarf zu decken.

In Lesotho bekommen die Kinder für jeden Schultag zwei Mahlzeiten, einen süßen Maisbrei zum Frühstück und mittags einen Maisbrei, der Papa genannt wird, beispielsweise mit Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten. Das Frühstück für Vorschulkinder ist zusätzlich mit Nährstoffen angereichert. Jedes Kind bekommt eine eigene Portion. Für viele der Kinder sind dies die einzigen Mahlzeiten, die sie zu sich nehmen, und deshalb so entscheidend dafür, dass sie gesund aufwachsen. Die Nahrungsmittel werden soweit wie möglich lokal eingekauft – das unterstützt die Kleinbauern vor Ort und die wirtschaftliche Entwicklung.

In den Spendenbeiträgen sind Verwaltungsaufwand und Transportkosten bereits enthalten, gut 89 Prozent der Summe fließen aber nur in die Mahlzeiten, die Mitarbeiter arbeiten größtenteils ehrenamtlich. Bezahlt wird bequem mit Kreditkarte, dem Maestro-Verfahren oder PayPal. Um größtmögliche Transparenz zu schaffen, zeigt euch die UNO, wo die Spenden und Mahlzeiten hingehen – top!

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Stand heute wurden von 13.000 Smartphone-Nutzern bereits 132.000 Mahlzeiten gespendet! Noch ein Tropfen auf den heißen Stein, doch mit etwas Ausdauer und steigender Installationsrate sollte ein Zeichen gegen Hunger gesetzt werden können. Hoffentlich werden weitere Länder hinzukommen – zwei Milliarden Smartphone-Nutzer weltweit sollten 100 Millionen Kinder mit den geringen Spenden unterstützen können. Besitzt ihr ein Android-Gerät, könnt ihr ShareTheMeal direkt im Google Play Store herunterladen. Den iPhone-Nutzern empfehlen wir, diesem Link zu folgen und Amazon-Kindle-User finden die App hier.

Weitere Informationen zum Ernährungsprogramm der UNO findet ihr auf sharethemeal.org.