UK: Englands Premier will Whatsapp und Co. verbieten

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Im Fahrtwasser der terroristischen Anschläge auf die Redaktion des Satireblattes Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris fordern – insbesondere konservative – Politiker härtere Gesetze. Und in England wird sogar gegen Apps geschossen…

Quelle: gov.uk.

Quelle: gov.uk.

So berichtet die Zeitung The Independent heute, dass der englische Premierminister David Cameron (Bild links) App-Programmierer und -Anbieter dazu zwingen will, die Verschlüsselung privater Daten den Geheimdiensten preiszugeben oder aufzuheben, wenn diese nicht von eben jenen Geheimdiensten ausgehebelt werden kann. Das würde auch populäre Anwendungen wie Threema oder Whatsapp treffen, die auf eine Verschlüsselung von Endgerät zu Endgerät setzen. Eine Rechtfertigung, wieso die Privatsphäre aufgehoben wird, gibt Cameron nicht, wird von unseren Kollegen von Ars Technica aber wie folgt zitiert: „Werden wir Kommunikationsmittel erlauben, die nicht einfach mitzulesen sind? […] Meine Antwort: Nein, das werden wir nicht.“

Die Gangart ist keine neue, aber eben verschärft. Als Mitglied der so genannten Fife Eyes, zu denen die USA, Kanada,Australien und Neuseeland, springt es den in letzter Zeit (zurecht) gescholtenen US-Geheimdiensten bei, die nicht nur ihre eigene Bevölkerung über Fake-Sendemasten ausspionierten, sondern auch gerne mal krude Argumente hervorbringen, zum Beispiel dass Verschlüsselung zum Tod von Kindern führen könne. Weshalb man also Hersteller zwingt, ihre Verschlüsselung preiszugeben.

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