CES 2015: Die besten Gadgets und Wearables

Die CES 2015 ist nicht nur eine Messe für ordinäre Technik vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis hin zu Tablets und Smartphones. Nein, besonders kurios muten viele der vorgestellten Gadgets an. Die skurillsten und interessantesten haben wir euch rausgesucht.

Livescribe 3

livescribe3Zugegeben: Eine Neuigkeit ist der Livescribe 3-Smartpen nicht. Er konnte schon seit vergangenem Oktober auf zahlreichen Apple-Geräten genutzt werden. Doch nun kündigte Entwickler Livescribe an, das Schreibgerät auch mit Android kompatibel zu machen. Was ihn so besonders macht, ist seine Doppelfunktion: Nicht nur ist er ein Kugelschreiber mit eingebauter Mine samt Tinte, mit dem ihr eure Gedanken, Zeichnungen oder Kritzeleien auf Papier zeichnen könnt. Nein, er überträgt alles auch auf digitales Papier, das auf eurem Smartphone- oder Tablet-Display dargestellt wird. Wahlweise zeitgleich oder im Nachgang. Nachteile: Der Preis von € 139,99 (UVP) ist hoch, drei Minen kosten um die 15 Euro und garantiert wird die fehlerfreie Übertragung nur mit speziellem, von Livescribe produzierten Papier, das mit bis zu 22 Euro für einen Block ins Portmonee schlägt. Trotzdem: Interessantes Konzept. Weitere Infos findet ihr auf der offiziellen Produktseite.

Gymwatch

Ein Fitness-Bändchen. Mal wieder, muss man fast sagen. Was Gymwatch von all den anderen kleinen Sensoren unterscheiden soll? Nun, Gymwatch misst weit mehr als Schritte und verbrannte Kalorien, nämlich verschiedene Kräfte, die auf euren Körper einwirken und wird im Zusammenspiel mit einer Smartphone-App zum Personal Trainer. Der Hersteller aus deutschen Landen empfiehlt deshalb, nicht nur ein Gymwatch (Stückpreis: 149 €) zu kaufen, sondern mehrere an Beinen und Armen zu kombinieren.

Einen ähnlichen Ansatz nutzte schon der Videospiel-Publisher Electronic Arts in EA SPORTS Active 2, doch nach anfänglichem Hype war es auch schnell vorbei. Und für 600 €, wenn alle Extremitäten ausgestattet werden, erhaltet ihr mehr als eine Fitness-App samt Sensoren. Nämlich eine langjährige Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio. Inkulsive Personal Trainer(in) zum Quatschen (und Anfassen).

SleepPhones Effortless

Walgesänge des Bettpartners ausblenden - mit SleepPhones Effortless. (Bild: SleepPhones)
Walgesänge des Bettpartners ausblenden – mit SleepPhones Effortless. (Bild: SleepPhones)

Walgesänge und Naturgeräusche waren gestern! Schmeißt den CD-Player samt Atmo-Mukke aus dem Fenster und kauft SleepPhones Effortless, ein Stirnband mit Kopfhörern! Für nur 100 US-Dollar bekommt ihr das „stylische“ Accessoire samt einiger Klänge – Meeresrauschen, Beruhigungsmucke und dergleichen inklusive! Im Gegensatz zum Vorgängermodell braucht ihr nicht mal mehr ein Smartphone, in das die Audiokabel eingesteckt werden (das Strangulieren ist also fast ausgeschlossen), stattdessen wird alles über Bluetooth übertragen. Nun ja – falls ihr wirklich nicht schlafen könnt, euer Bettpartner schnarcht, die Sexy Sport Clips im TV euch nicht ins Koma fantasieren oder eine Bazillion Schafe vorbeihüpfen müsste, damit ihr wegratzt, mag die Investition gerechtfertigt sein.

Logbar Ring

Altbekannter Witz: Ein Ring, sie zu kn… okay, wir lassen es! Die Idee hinter dem Logbar Ring ist gar nicht mal so schlecht. Das mit Sensoren ausgestattete Gadget dient euch als Eingabe für diverse Gesten wie das Wischen oder Scrollen auf Touchscreens. Dazu müsst ihr nur den Knopf an der Seite drücken und die Geste ausführen. Bildschirme entsperren, durch Ppräsentation wühlen, im Internet surfen – all das soll damit zum Kinderspiel werden. Wie das in der Praxis aussieht? Seht selbst:

Interessant, durchaus. Aber mit knapp 270 US-Dollar auch verdammt teuer – und nicht wirklich hübsch anzusehen.

Razer Forge TV

Razer ist Pro-Gamern als Lieferant hochwertiger Gaming-Hardware ein Begriff. Neu ist das Engagement als Fabrikant von Android-Geräten. Mit Forge TV will Razer den wachsenden Markt der Settop-Boxen aufmischen, mit einem Einstiegspreis von 100 Euro (bzw. 150 für das Paket mit Controller) ist die monetäre Investition auch überschaubar. Dafür bekommt ihr das Gerät samt 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internem Flashspeicher, angetrieben wird Forge TV von einer Snapdragon 805 mit vier Kernen á 2,5 GHz. Der HDMI-Out nach Standard 1.4 bringt derzeit maximal 1080p auf den Flachbildschirm, ein USB-3.0-Port für externe Speichermedien oder Controller und das 11ac-WLAN-Modul runden das Gesamtpaket ab. Erinnert an eine potentere OUYA? Vielleicht, mit dem Unterschied aber, dass die Controller wesentlich wertiger verarbeitet sein dürften. Die schlagen dafür mit je 80 Euro für das Modell Serval ins Portmonee, bis zu vier der Bedienelemente können gleichzeitig an Forge TV verwendet werden.

Softwareseitig unterstützt Forge TV eine Razer-eigene Software auf, die auf den Namen Cortex hört, 40 Euro teuer sein wird und es ermöglicht, Spiele (mit Standard DirectX 9 oder höher) über das heimische Netzwerk auf den Fernseher zu streamen, Voraussetzung ist ein hoher Datendurchsatz eures heimischen Netzwerks, wenn ihr über WLAN streamt. Summa summarum kommt ihr so auf einen Erstausstattungspreis von bis zu 190 Euro für das Gesamtpaket (wobei Forge TV-Käufer Cortex wohl zu Beginn gratis erhalten), immerhin ist die Streamingbox weitaus günstiger als Nvidia Shield. Ob sich das lohnt? Wird erst der Praxistest zeigen.

Belty

Ein Design aus der Hölle! (Bild: Gizmodo)
Ein Design aus der Hölle! (Bild: Gizmodo)

Hässlich ist auch der französische Gürtel Belty (wie originell!). Dieser soll euch beim Abnehmen helfen, indem er sich einfach selbständig fest um eure Taille schnallt und via Bluetooth den Umfang angibt. Ob das aber motiviert? Oder euch in eine an Kuchen reiche Fressorgie stürzt? Das wissen wir auch nicht. Ende 2015 soll Belty auf den Markt kommen, einen Preis nannten die Entwickler von Emiota nicht.