Compute Stick: Intel mit Chromecast-Konkurrenten auf der CES ’15

Googles TV-Stick Chromecast ist nach wie vor ein Verkaufsschlager. Sicher nicht das Millionengerät, von dem einige fantasierten, aber ein praktisches Gadget, das für gut 35 Euro seine Abnehmer findet.

Die kommende Chromecast-Konkurrenz aus dem Hause Intel. (Bild: Intel)
Die kommende Chromecast-Konkurrenz aus dem Hause Intel. (Bild: Intel)

Neben dem Anschauen von Videos kann mit Chromecast auch im Netz gesurft oder eine Reihe (weniger verfügbarer) Spiele darauf gezockt werden. Ein lukrativer Markt waren die TV-Stick bislang nicht, doch der Desktop-Platzhirsch Intel wittert das große Geschäft. Auf der CES 2015 präsentierte der Chiphersteller neben neuen stromsparenden Prozessoren auch den Compute Stick, der zunächst wenig aufregend wirkt. Fast wie eine Chromecast-Kopie. Die Idee dahinter bleibt auch die gleiche: Den Prozessor, das WiFi- und Bluetooth-Modul sowie Arbeitsspeicher und HDMI-Ausgang auf einer kleinen Platine unterbringen, einen Stromanschluss (Micro-USB) dranpfropfen und mit diesem Gerät den schnöden HDTV um zahlreiche Multimedia-Eigenschaften nachrüsten. Doch davon abgesehen, hebt sich der Compute Sticks durch ein eckigeres Design, einen MicroSD-Slot, einen USB-Port und anderen Betriebssystemen wie Anwendungen vom Chromecast ab. Auf dem Device wird kein Android laufen, sondern je nach Modell Windows 8.1 (Preis: 149 US-$) oder Linux (Preis: 89 US-$).

Gemutmaßt wird derweil, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis eine Android-Mod darauf läuft, wovon wir auch ausgehen. Interessant ist es deshalb, dass Intel hardwareseitig nicht nur ein Home-Entertainment-System auf dem Stick zur Verfügung stellen will, sondern ebenso Office-Anwender anspricht, die ihre Bürotätigkeiten nicht mehr vor klotzigen Desktops verrichten, stattdessen nur noch den Monitor vor sich sehen und mit kabellosem Zubehör arbeiten. Für Spiele oder rechenintensive Anwendungen derweil wird Compute Stick nicht ausgerüstet sein: Die Linux-Variante verfügt über nur 1 GB RAM und 8 GB internen Speicher, das Windows-Modell hat zumindest 2 GB RAM und 32 GB internen Speicher an Bord.

Erscheinen soll der Compute Stick dieses Jahr, wann genau, teilte Intel nicht mit.

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